Prof. Dr. Johannes HeinrichsIntegrale PhilosophieProf. Dr. Johannes HeinrichsIntegrale Philosophie
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Suche:1. Öfters tritt dein Spiegelbild vor dic2. Da ist die Liebe wieder3. Immerabschied4. Gott spricht die Sprache der Tatsache5. Dein Weinen über der Morgenzeitung6. Gern such ich den Stein de WeisenLiterarisches/ 6. Gern such ich den Stein de WeisenMINNESANG EINES SCHMIEDESDas kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.(1971)WORTEWas helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mirund dir.(1971)SUMMAAntwortenwo gefragtaufhörenwo gerufenÖfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf undWieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchenist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.(1973)AUF DEN SCHIENENAuf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.(1977)DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)Entweder oder.Sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.(1979)HOFFNUNGHoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.(1979)EROTIK DER SPRACHTHEORIEDie Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.(1980/2012)IM SCHWALBENNESTUnser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.(1980)RELECTURERelecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.(1980)STEIN DER WEISENGern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind(1980)Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)CAPELLA SISTINAVerwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegelim Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.(1981)AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISENWas kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.(1984)FÜGUNGWie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.(1984)BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIEWissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.(1985)TERRYAls die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.(1985)UNTERHALTUNG MIT FEUERWir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewaltenaber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.(1989)AUF BARLACHS BETTLERINFür Otto und Ursula SchöpelGanz Erde werdenum den Himmel zu fassenganz Schale seinund sie ist dir schon gefülltganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantelganz Demut gewordenunter solche sich beugen die habenund ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.(1990)TAROT-KARTENGute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche SternenglückGlück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dirund du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut(1990)AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTINeujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?(2010)Seite empfehlen•Inhaltsübersicht•Impressum
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Öfters tritt dein Spiegelbild vor dic2. Da ist die Liebe wieder3. Immerabschied4. Gott spricht die Sprache der Tatsache5. Dein Weinen über der Morgenzeitung6. Gern such ich den Stein de Weisen
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Da ist die Liebe wieder
Immerabschied
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Gern such ich den Stein de Weisen
Literarisches/ 6. Gern such ich den Stein de WeisenMINNESANG EINES SCHMIEDESDas kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.(1971)WORTEWas helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mirund dir.(1971)SUMMAAntwortenwo gefragtaufhörenwo gerufenÖfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf undWieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchenist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.(1973)AUF DEN SCHIENENAuf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.(1977)DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)Entweder oder.Sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.(1979)HOFFNUNGHoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.(1979)EROTIK DER SPRACHTHEORIEDie Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.(1980/2012)IM SCHWALBENNESTUnser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.(1980)RELECTURERelecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.(1980)STEIN DER WEISENGern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind(1980)Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)CAPELLA SISTINAVerwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegelim Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.(1981)AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISENWas kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.(1984)FÜGUNGWie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.(1984)BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIEWissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.(1985)TERRYAls die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.(1985)UNTERHALTUNG MIT FEUERWir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewaltenaber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.(1989)AUF BARLACHS BETTLERINFür Otto und Ursula SchöpelGanz Erde werdenum den Himmel zu fassenganz Schale seinund sie ist dir schon gefülltganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantelganz Demut gewordenunter solche sich beugen die habenund ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.(1990)TAROT-KARTENGute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche SternenglückGlück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dirund du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut(1990)AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTINeujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?(2010)
Literarisches/ 6. Gern such ich den Stein de WeisenMINNESANG EINES SCHMIEDESDas kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.(1971)WORTEWas helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mirund dir.(1971)SUMMAAntwortenwo gefragtaufhörenwo gerufenÖfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf undWieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchenist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.(1973)AUF DEN SCHIENENAuf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.(1977)DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)Entweder oder.Sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.(1979)HOFFNUNGHoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.(1979)EROTIK DER SPRACHTHEORIEDie Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.(1980/2012)IM SCHWALBENNESTUnser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.(1980)RELECTURERelecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.(1980)STEIN DER WEISENGern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind(1980)Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)CAPELLA SISTINAVerwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegelim Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.(1981)AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISENWas kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.(1984)FÜGUNGWie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.(1984)BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIEWissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.(1985)TERRYAls die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.(1985)UNTERHALTUNG MIT FEUERWir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewaltenaber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.(1989)AUF BARLACHS BETTLERINFür Otto und Ursula SchöpelGanz Erde werdenum den Himmel zu fassenganz Schale seinund sie ist dir schon gefülltganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantelganz Demut gewordenunter solche sich beugen die habenund ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.(1990)TAROT-KARTENGute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche SternenglückGlück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dirund du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut(1990)AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTINeujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?(2010)
Literarisches/ 6. Gern such ich den Stein de WeisenMINNESANG EINES SCHMIEDESDas kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.(1971)WORTEWas helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mirund dir.(1971)SUMMAAntwortenwo gefragtaufhörenwo gerufenÖfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf undWieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchenist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.(1973)AUF DEN SCHIENENAuf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.(1977)DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)Entweder oder.Sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.(1979)HOFFNUNGHoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.(1979)EROTIK DER SPRACHTHEORIEDie Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.(1980/2012)IM SCHWALBENNESTUnser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.(1980)RELECTURERelecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.(1980)STEIN DER WEISENGern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind(1980)Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)CAPELLA SISTINAVerwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegelim Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.(1981)AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISENWas kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.(1984)FÜGUNGWie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.(1984)BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIEWissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.(1985)TERRYAls die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.(1985)UNTERHALTUNG MIT FEUERWir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewaltenaber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.(1989)AUF BARLACHS BETTLERINFür Otto und Ursula SchöpelGanz Erde werdenum den Himmel zu fassenganz Schale seinund sie ist dir schon gefülltganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantelganz Demut gewordenunter solche sich beugen die habenund ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.(1990)TAROT-KARTENGute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche SternenglückGlück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dirund du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut(1990)AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTINeujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?(2010)
Literarisches/ 6. Gern such ich den Stein de Weisen
MINNESANG EINES SCHMIEDESDas kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.(1971)
MINNESANG EINES SCHMIEDESDas kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.(1971)
MINNESANG EINES SCHMIEDES
Das kleine Liedbeschämt unsre Bücherweisheit.Entspränge es aber erlösterem Sinnund sprudelnder ohne das Sinnen?
Willst du über die Straßen ziehnein fahrender Sängervergiss das Schwert nicht desselben Geisteszwischen Hochöfen selbst gehämmert.
Aus Schmiedehitze kommendwiderstehst du besser der Sommersonneund atmest mit größerem Dankunter freiem Himmel.
Ohne das Handwerk kein Ritterschlagund ohne die Waffe zur Rechtenverstummt dein Minnesang ungehörtunter Formelwortgeklirre -zerschlagen die Bücher wie Aktendeckeldein kleines Lied.
(1971)
WORTEWas helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mirund dir.(1971)
WORTEWas helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mirund dir.(1971)
WORTE
Was helfen aber Worte?Wo finden sie wendigewenn es not tut?Was wenden in Notdie gefundenenvielmehr zugefallenenfrage ich mich.
Wohin mit dem Überflussdes Gesagtenund wiederdes Ungesagten?
Wenigstens Hilferufe gegenplötzliches Überflutensage ich mir
und dir.
(1971)
SUMMAAntwortenwo gefragtaufhörenwo gerufenÖfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf undWieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchenist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.(1973)
SUMMAAntwortenwo gefragtaufhörenwo gerufenÖfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf undWieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchenist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.(1973)
SUMMA
Antwortenwo gefragtaufhörenwo gerufen
Öfters nach Fragennachfragenmanchmal rufennach Anruf und
Wieder auf Antworthinschweigenwartenauf Anspruch verantwortlichAntwort suchen
ist alles:sich verantworten -alles Weitere istWillkür istweiteres Übel.
(1973)
AUF DEN SCHIENENAuf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.(1977)
AUF DEN SCHIENENAuf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.(1977)
AUF DEN SCHIENEN
Auf Schienen zwischen den StädtenFrankfurt – Pariswo ich lebe zur Zeitauf den Schienenpflücke ich Blumen für dicheinen Strauß frischer Gedanken.
Das vom Erleben Geschnittene welktbis zu dem anderen Bahnhof.Was zu sagen istfällt durch die Gitterdie Asche von Lebendem fälltdurch die Tageslichtwelt.
Bekanntlich muss man schweigenworüber man nicht sprechen kann.Es sei denndu kommst mir entgegenmit deinen Ohren mit deinen Augenund frischem Wasser.
(1977)
DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)Entweder oder.Sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.(1979)
DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)Entweder oder.Sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.(1979)
DIALOG KIERKEGAARD-HEGEL(oder Dialektik der Endlichkeit)
Entweder oder.Sowohl als auch.
Entweder sowohl als auch – oder entweder oder.Sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.
Entweder sowohl entweder oder als auch sowohl als auch -oder entweder sowohl als auch als auch oder entweder oder.Sowohl entweder sowohl als auch oder entweder oder -als auch sowohl entweder oder als auch sowohl als auch.
Entweder sowohl als auch – oder sowohl als auch.Sowohl entweder oder – als auch entweder oder.
(1979)
HOFFNUNGHoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.(1979)
HOFFNUNGHoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.(1979)
HOFFNUNG
Hoffnung ist Wohnung im Vorlaufen:Jetztschon im NochnichtGeborgenheit im UnterwegsseinHäuslichkeit von Nomaden.
Ihre Worte:das Zeltdas wir abendlich aufschlagenunter offenem Himmel.
(1979)
EROTIK DER SPRACHTHEORIEDie Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.(1980/2012)
EROTIK DER SPRACHTHEORIEDie Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.(1980/2012)
EROTIK DER SPRACHTHEORIE
Die Wortarten werden Geschwisterund sichtbar wird im Wunderbauwerk Sprachealler Erscheinungen inzestuöseBluts- und Geistesverwandtschaft.Am prickelndsten aber spielen die Tropenin glanzvollen Obergeschossenmit tausend Masken SpiegelnGleichnissen Rhythmentanzen erotisch nächtlichenthüllt wie Gott sie geschaffentreiben von Reflexionsscham enthemmtdie steilsten Wendungen Stellungenunser aller täglichen Sprachelustvoll im Halbdunkel stöhnendim Dunkel des Unbewussten.O Lust des versteckten Beobachterso dauergeile Schaulust der Theoria.
(1980/2012)
IM SCHWALBENNESTUnser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.(1980)
IM SCHWALBENNESTUnser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.(1980)
IM SCHWALBENNEST
Unser stundenlangesReden und Singen –wovon eigentlich?Wovon eigentlichzwitschern die Schwalben?
Ihr Freiheitsspielmitsammenin Klarheit Duft Weitelustig über dem Bodenbereichder Wölfe und Burgen…
Eine Raststärkend für die unterwegsunterwegs immer nach HauseZugvogelrastim Schwalbennest.
(1980)
RELECTURERelecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.(1980)
RELECTURERelecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.(1980)
RELECTURE
Relecture von Textenmit deinen Augen.Ich nannte ihn Ichder sie schrieb.
Sie haben den Sinnund geben ihn her?Veraltet sind siewie der Wein lange wird?
In Freiheit setzt du mich voraus:damals litt lebte liebte ich schonlas die Trauben und keltertelange vor dir und für dich.
Ein reicher Jahrgang sammeltdie Sonne die Schatten von Jahren.Spätlese mischt sich freimit den Erstlingsfrüchten.
(1980)
STEIN DER WEISENGern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind(1980)Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)
STEIN DER WEISENGern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind(1980)Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)
STEIN DER WEISEN
Gern such ichden Stein der Weisenim Gleiten über die SchienenAllein ich binzu dumm wie zu klugfür euren Kies.
Ein bescheidenes Wortmuss genügen.Ab und zusingt essein Lieddas Zigeunerkind
(1980)
Vertont von Robert Spatny (Potsdam 2007)
CAPELLA SISTINAVerwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegelim Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.(1981)
CAPELLA SISTINAVerwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegelim Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.(1981)
CAPELLA SISTINA
Verwandte Klänge gesehenmit offenem Mundrücklings sich wiedergefundenim Staunenvor Menschheitsgeschichtein Michelangelos springendem Spiegel
im Freiheitswagniseinzeln und ganzwovor die Inspiration des Urgenieszu scherzen fast aufhörtund selber zittert undauch nicht fertig wirddarin endlich wie wirwie du oder ich.
(1981)
AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISENWas kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.(1984)
AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISENWas kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.(1984)
AUF DIE FRAGEN DES WELTWEISEN
Was kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.
Was kann ich wissen?Nichts -aber aus Gründenwohlstrukturiert.
Was soll ich tun?Wagen -Sinn macht es stetsoder Unsinn.
Was darf ich hoffen?Alles -und ohne Gründeaußer dem all-einen Wunder.
Was ist der Mensch?Du -mir schmerzhaft unbekanntaber göttlich.
Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-AbgründenFolglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.
Folglich Lichter anzündenfalsche Abgründeausleuchten umdie wahren zu ehren.
Folglich profilierenmein Freiheitswesenaber vor Gottmit den Mensch-Abgründen
Folglich Mut finden:Mut zu gebenzum Handeln wie Leidenwenngleich unter Rätseln.
Folglich Güte probenmit Dirund zeugen in Lustviel Frieden.
Bis zum irren Tanz der Wahrheit"dem bacchantischen Taumelan dem kein Glied nicht trunken ist"wie ein anderer Weltweiser meint.
(1984)
FÜGUNGWie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.(1984)
FÜGUNGWie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.(1984)
FÜGUNG
Wie wählenwie wissen?Gewähltwerden entscheidetauch nicht allein.
Entscheidend wäreFügen unseres Freiseinsin Fügung hineinwenn dass es sie gibtsich fügt.
(1984)
BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIEWissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.(1985)
BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIEWissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.(1985)
BEI ANKUNFT MEINER ENZYKLOPÄDIE
Wissen der Weltder Jahrhunderttausende unermesslicheTagundnachtaufregungin dreißig Bänden gebündeltwie Liebe und Schicksal in artigen Liedchen.Geträllert sei’s und reingezogenwas Menschheit wob und wogins Regal die verdichteten Blutkonservenledergebunden auf feinem Industriezeitpapyrus.
Wissen vom Wissensprachsprengendes Staunen unergründlichesSpiegelsein von allem und allenwie das Gesicht des Greisen im Glaswie irrsinnig immer noch suchendetwas wie Sinn der Sinneden Blick der versunkenen Augenblickedas Gefühl der Gefühleden unentwegten Ausweg der Menschenwege –
wie ein Knabe hältst du auf gleichmäßig ruhigenSeiten mit Zeichen von Zeichenvon Fleiß über FleißBelehrung munter erwartendwas war ist lohnt bleibtvom schon dir offenen Rätselspielvom immer noch höheren Brausen der Prachtvom stets unerschöpfteren Wimmeln und Wimmern –
was bleibet aberund nicht nur gestiftet von Dichtern?Nimm und lies und folgeblutvoll dem Fluss deiner Fragen.
(1985)
TERRYAls die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.(1985)
TERRYAls die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.(1985)
TERRY
Als die Freundin dich brachtesprangst du mich freundlich anwie immer Vorschuss gebendso deinem neuen Zuhause.Ich meinte du müsstest gebürstet werdenund dann begannen wirvoneinander zu lernen.
Du lerntest von mir Stadtlebenunter viel Artgenossen fremden GerüchenTreppen Straßen Gefahrenverschlangst alles Neue verwundertzu Vertrautem hurtig verwandelndmit deiner spielenden Neugiernichts Lebendiges blieb dir fremdglückgierig harmoniebedachtgehorsam bis auf Ausnahmen:Vorbehalt für Freiheitsinstinkt undbesondere Würde des Tieres.
Ich lernte von dir was Lebendigsein istAntrieb Lust Blitzentscheidungdie mühelose BewegungAusdruck in ganzer Körperlängenicht nach Menschenart kokettierendeinfach das seidenwolligezärtlichkeitssüchtige Fell.
Lernte wie Freundlichkeit aussiehtzu jeglichem Mensch und Tier(bis auf Jagdwild und Aggressoren)von Enttäuschungen unverdrossenlernte wie Freude sichtbar wirdschwanzwedelnd körpergesprächigzwischendurch Freuen aufs Freuen undwie jeder Spaziergang erregt.
Lernte wie selbstverständlich unter Lebendigentäglich Versöhnung Vergessenüber ein bisschen Gaunern und Grollund wie selbst Knurren oft Liebesspiel ist.
Wir begannen einander zu liebenverlässlicher als zwischen Menschen.Morgens viertelnachsieben wartetest dumit dem unerschöpfbaren Freudentanzzum Tageserkundungslauf auf.Ich begrüßte weniger zögernd den Morgenweil deine frische Leidenschaft mitliefdie medi-tierenden Stadtgartenrundenund reiste nicht mehr gern fortohne unsere Freundin und dichohne die liebe Menschtierfamiliein der es im Terry-Rhythmus pulsierte.
Ich lernte noch gestern von dirals unsre Lektionen dir schon geläufigals ein bisschen Ungehorsam dir angebracht schienals das Jagdfieber dich überfielmitten zwischen dem untierischeisernen Raubwild der Städteunbemerkt von der Freundin und mirbis du vor unseren Füßen lagstunter dem Tod statt Rettung bringenden Blaulichtdas lebendigste Lebentot.
Aus der Trauer uns windendwollen wir immer noch mit dir lernenwie Leben weitergehtwie Liebsein sich zeigtdich verinnernddeiner gedenkenwie du gern bei uns warstin der Jugend unsrer Gemeinschaftder ewigen Jagensgründe vielleichtnicht so vergessen wie wir.
(1985)
UNTERHALTUNG MIT FEUERWir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewaltenaber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.(1989)
UNTERHALTUNG MIT FEUERWir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewaltenaber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.(1989)
UNTERHALTUNG MIT FEUER
Wir unterhalten das Feuer.Es unterhält unsbewegt wie Leben purüberraschungsreich.
Ungeahnte Wirkungenaus kaum ahnbaren Ursachenbedeutsam alles Gedankenflackernam erwärmenden Drama.
Verwandlung von Masse in Energielange vor Einstein.Der Stein seinerseits rührtsich nicht sichtlicherinnernd andere Feuergewalten
aber erwärmen lässt er sich dochvom züngelnden Spielvielleicht mit zum Staunen bewegenworüber auch immer wirdu und ich und das Feueruns sonst unterhalten.
(1989)
AUF BARLACHS BETTLERINFür Otto und Ursula SchöpelGanz Erde werdenum den Himmel zu fassenganz Schale seinund sie ist dir schon gefülltganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantelganz Demut gewordenunter solche sich beugen die habenund ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.(1990)
AUF BARLACHS BETTLERINFür Otto und Ursula SchöpelGanz Erde werdenum den Himmel zu fassenganz Schale seinund sie ist dir schon gefülltganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantelganz Demut gewordenunter solche sich beugen die habenund ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.(1990)
AUF BARLACHS BETTLERIN
Für Otto und Ursula Schöpel
Ganz Erde werdenum den Himmel zu fassen
ganz Schale seinund sie ist dir schon gefüllt
ganz annehmen deine Armutund aller Reichtum hüllt sich in ihren Mantel
ganz Demut gewordenunter solche sich beugen die haben
und ob sie dir Brocken zum Leben hinwerfen oder nichtvor lauter Sehnen tauchen ins fließende Lebender Gottheitdie ist.
(1990)
TAROT-KARTENGute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche SternenglückGlück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dirund du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut(1990)
TAROT-KARTENGute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche SternenglückGlück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dirund du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut(1990)
TAROT-KARTEN
Gute Karten zieh dirfür Wohnung und Wegeaus den alten Zigeunerzeichenzieh dir das alltäglichnächtliche Sternenglück
Glück für die Kunstdie LebenskunstFreundesblumen und BlumenfreundeFrieden im Kampfmit Himmel und Erdemit dir
und du lernst durch die Jahrealle Karten sind anders gut
(1990)
AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTINeujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?(2010)
AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTINeujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?(2010)
AUF UNSERE HÜNDIN SHAKTI
Neujahr vor vierzehn JahrenDa hattest du uns gefundenmit ganz entschiedenem Wohllautmit unwiderstehlichem Ja.Nie mehr wolltest du von uns lassenbis heute nimmer und niebei allem Wechselbis wir dich heute lassen musstenin die sehr geheimen Jagdgründeüber deinen erregten Träumen.
Quengel-Liese warst du zuletztund Humpelstielzchenaber Zank-Liese immeraus ungezügelter Leidenschaftzwischen Ernst Scherz und Witzund Autofan sondergleichen.Bis du nichts mehr beißen konntestaußer vor Schmerz deinen besten Freundvor Wut dass er dich nicht zu schützen wusstevor dieser Schwangerschaft mit dem Tod.
Aber hübsch bis zuletztmit deinen Kölner-Dom-Öhrchendie allen zeigten was volles Aufmerken istbis zur betäubenden Spritzebis zum Erliegen.Du schütztest unser Zusammenseingenau vom Tag an deiner Geburt.Wer schützt es von heute anmit solcher unverbrüchlichentierischen Liebe?
(2010)
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