Prof. Dr. Johannes HeinrichsIntegrale PhilosophieProf. Dr. Johannes HeinrichsIntegrale Philosophie
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Suche:1. Öfters tritt dein Spiegelbild vor dic2. Da ist die Liebe wieder3. Immerabschied4. Gott spricht die Sprache der Tatsache5. Dein Weinen über der Morgenzeitung6. Gern such ich den Stein de WeisenLiterarisches/ 5. Dein Weinen über der MorgenzeitungRHEIN-RUHR-MITTERNACHTMusikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.(Erstlingsgedicht, 1960)WIE SOLL MAN DA SINGENWie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.(1969)ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONTIn der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.(1970)EINE HOCHZEIT AM STROMZu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagtund sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebtund schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wiesagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sangunter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.(1970)TRAUEREin Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.(1970)STIMME DES ZEITGEISTESSehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.(1970)EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHEEin Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.(1971)HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZTDas Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?(1978)UNTERDRÜCKTESVon Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.(1980)ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGENWas helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)STEPPENWOLFIn ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.(1986)WAHLTAGDeutschland wählt heuteCDU, SPD und dergleichen.Ich wähledas bessere Deutschlanddas grüne Glück dasherüberschimmertvorleuchtet irrlichtert oderwie immermich heimsuchtunter Geisterstimmenerregend heimlichein neues Du.(1987)VOR DER WARTBURGIn derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?(1988)AUFS ALTE JAHRTAUSENDDie Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.(1999)AM PLATZE SEINWünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.(2006)Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.(2007)MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.(2012)Seite empfehlen•Inhaltsübersicht•Impressum
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Öfters tritt dein Spiegelbild vor dic2. Da ist die Liebe wieder3. Immerabschied4. Gott spricht die Sprache der Tatsache5. Dein Weinen über der Morgenzeitung6. Gern such ich den Stein de Weisen
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Literarisches/ 5. Dein Weinen über der MorgenzeitungRHEIN-RUHR-MITTERNACHTMusikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.(Erstlingsgedicht, 1960)WIE SOLL MAN DA SINGENWie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.(1969)ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONTIn der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.(1970)EINE HOCHZEIT AM STROMZu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagtund sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebtund schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wiesagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sangunter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.(1970)TRAUEREin Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.(1970)STIMME DES ZEITGEISTESSehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.(1970)EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHEEin Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.(1971)HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZTDas Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?(1978)UNTERDRÜCKTESVon Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.(1980)ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGENWas helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)STEPPENWOLFIn ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.(1986)WAHLTAGDeutschland wählt heuteCDU, SPD und dergleichen.Ich wähledas bessere Deutschlanddas grüne Glück dasherüberschimmertvorleuchtet irrlichtert oderwie immermich heimsuchtunter Geisterstimmenerregend heimlichein neues Du.(1987)VOR DER WARTBURGIn derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?(1988)AUFS ALTE JAHRTAUSENDDie Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.(1999)AM PLATZE SEINWünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.(2006)Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.(2007)MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.(2012)
Literarisches/ 5. Dein Weinen über der MorgenzeitungRHEIN-RUHR-MITTERNACHTMusikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.(Erstlingsgedicht, 1960)WIE SOLL MAN DA SINGENWie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.(1969)ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONTIn der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.(1970)EINE HOCHZEIT AM STROMZu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagtund sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebtund schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wiesagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sangunter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.(1970)TRAUEREin Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.(1970)STIMME DES ZEITGEISTESSehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.(1970)EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHEEin Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.(1971)HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZTDas Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?(1978)UNTERDRÜCKTESVon Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.(1980)ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGENWas helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)STEPPENWOLFIn ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.(1986)WAHLTAGDeutschland wählt heuteCDU, SPD und dergleichen.Ich wähledas bessere Deutschlanddas grüne Glück dasherüberschimmertvorleuchtet irrlichtert oderwie immermich heimsuchtunter Geisterstimmenerregend heimlichein neues Du.(1987)VOR DER WARTBURGIn derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?(1988)AUFS ALTE JAHRTAUSENDDie Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.(1999)AM PLATZE SEINWünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.(2006)Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.(2007)MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.(2012)
Literarisches/ 5. Dein Weinen über der MorgenzeitungRHEIN-RUHR-MITTERNACHTMusikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.(Erstlingsgedicht, 1960)WIE SOLL MAN DA SINGENWie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.(1969)ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONTIn der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.(1970)EINE HOCHZEIT AM STROMZu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagtund sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebtund schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wiesagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sangunter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.(1970)TRAUEREin Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.(1970)STIMME DES ZEITGEISTESSehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.(1970)EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHEEin Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.(1971)HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZTDas Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?(1978)UNTERDRÜCKTESVon Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.(1980)ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGENWas helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)STEPPENWOLFIn ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.(1986)WAHLTAGDeutschland wählt heuteCDU, SPD und dergleichen.Ich wähledas bessere Deutschlanddas grüne Glück dasherüberschimmertvorleuchtet irrlichtert oderwie immermich heimsuchtunter Geisterstimmenerregend heimlichein neues Du.(1987)VOR DER WARTBURGIn derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?(1988)AUFS ALTE JAHRTAUSENDDie Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.(1999)AM PLATZE SEINWünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.(2006)Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.(2007)MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.(2012)
Literarisches/ 5. Dein Weinen über der Morgenzeitung
RHEIN-RUHR-MITTERNACHTMusikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.(Erstlingsgedicht, 1960)
RHEIN-RUHR-MITTERNACHTMusikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.(Erstlingsgedicht, 1960)
RHEIN-RUHR-MITTERNACHT
Musikvolle Dissonanzen der Pfeifentöneim Intervall einer halben Sekundeder Orgelpunkt summender Räder die Schöneder Ruhrgebietmitternachtsstunde.
Bisweilen schleicht eine Limousinedas Pflaster scheint gelb vom Abblendlichteiner mit Hut in der Führerkabineein Walzenbruch etwa Sonderschicht.
Jetzt wieder ein Hochofensamenerguss,Paroxysmus der Himmelsrötedas ewige Abendrot dort am Fluss.Vom starren Wald der Schlote dringt Getröte.
In hohem Stockwerk eine helle Kammer:vielleicht nahm jemand die Bibel?Und manchmal horch ein Rufen wie aus Jammer.Hochrot am Horizont glänzt Homofabers Banner,beschwichtigt flackernd die enfants terribles.
(Erstlingsgedicht, 1960)
WIE SOLL MAN DA SINGENWie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.(1969)
WIE SOLL MAN DA SINGENWie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.(1969)
WIE SOLL MAN DA SINGEN
Wie soll man da leben?Man soll ja auch nicht.(Gottfried Benn)
Immer noch fehlen die Liederwenig Jahre nach Bombennächtenund vielerorts dauern sie fort -wie soll man da singen?Man soll ja auch nichtwie damals schon jemand sang.
Aber was sein mussin unserem ÜberflussWohlstandsstätten über vergessenem SchuttDank Hoffnung Angst neue Liebe -Unnötiges wird notwendigdoch wieder klingenneuverwandeltaus Überflussnot.
(1969)
ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONTIn der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.(1970)
ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONTIn der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.(1970)
ALLERSEELEN VON ST. LAURENT DU PONT
In der Nacht zum 2.11.1970 fanden 144 junge Menschen beimBrand eines Tanzlokals zu St. Laurent du Pont den Tod.
Und wir sangenim Spiel mit dem Feuerwie meistenswussten wir nichtim Selbstvergessen im Tanzim Weltvergessen im Spielfragt die Umarmung nicht weiterhinter Wänden und Maskenmächtenden Gott unserer Liebe.
Das Feuer kamwie großes Erinnern.Flucht in die einsame Angstkaum siegender KussPanik ohne Entzücken.
Und Wiederfinden im Lichtund höheres Selbstübersteigenund über die Ahnungenseliger Tanz ?Gefragt istwer überlebte.
(1970)
EINE HOCHZEIT AM STROMZu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagtund sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebtund schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wiesagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sangunter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.(1970)
EINE HOCHZEIT AM STROMZu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagtund sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebtund schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wiesagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sangunter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.(1970)
EINE HOCHZEIT AM STROM
Zu sagen bleibtwas an Dingenallein sich sagt
und sperrt sich nichtschwer gegen Worteim Gegenteil – es schwebt
und schwebt im Gegenteileden nichtssagend nichtigen Dingenwie Ort und Zeit wie
sagen wir damals und heutedie alte Kirche am Stromwo man heute sang
unter Küssen die Ringe tauschteund schwieg – vor allen Dingenheute und dort am Strom.
(1970)
TRAUEREin Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.(1970)
TRAUEREin Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.(1970)
TRAUER
Ein Erdbeben um die Wurzelnund das Erzittern stürztbis in die Gipfelsturmgewohnteund mancher an hohe Blitze.
Inne bleibt unvergessen der Stoßdem vielerinnernden ErdreichWurzeltiefe unserer Kraftstets unerschöpfterim lichteren Wehen.
Schauer tränken in Schweigenden durchschütterten Grundspaltenschließend –heilender Tränenweinunter Sang und Klang.
(1970)
STIMME DES ZEITGEISTESSehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.(1970)
STIMME DES ZEITGEISTESSehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.(1970)
STIMME DES ZEITGEISTES
Sehr pathologischdein Weinen über der Morgenzeitungversteh die Politikist eiskalthauptsächlich Weltwirtschaftskalkülemehr nationale noch zugegebenund der Zusammenbruch des Rednersmit seiner Sorge um Deutschlandmedizinisch ganz simpel.
Glaub der Psychopathologiedu durchschaust jeden Freitoderst recht diesen klaren Fallund fast alleswas vor Gericht kommtund sicher kommen wird -und wie durchaus irrationaldein Verhaltenbedenklich fast.
Nimm für die Morgenandachtdein bewährtes Gesangbuchoder Goethe für jeden Tagauch andere Lyriker tun’saber besser die rationalenmit politischem Engagementverstehst duEngagementlinks oder rechts.
Von der Bibelrate ich ab wiederumjedenfalls ohne den Papst.Die spricht so ungeschützt naivvon Geldleihen ohne Zinszum Beispielvon Gott oder Mammonso schroff alternativso gänzlich fremd dieser Welt.
(1970)
EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHEEin Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.(1971)
EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHEEin Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.(1971)
EIN STÜCKCHEN OBERFLÄCHE
Ein Stückchen Oberflächeunserer vielberedeten Erdevertraut nun lieb und tiefschamhaftes Talwo die Vielrede haltgemachtob schon ihrem Zugriff offen liegenÄcker und Wälderdie Wiesensamt ihrer Heimlichkeit.
Längeres Bleiben nähme sie euchzög euch hinein in das große Zerreden.Sprachlos Vertrauteswürde geheimnislos fremd.
So scheiden wirwie Freunde am Mittagin Schweigen.
(1971)
HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZTDas Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?(1978)
HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZTDas Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?(1978)
HERZ-JESU-FEST BEIM ZAHNARZT
Das Terroristenfahndungsplakatbeim Zahnarzt:sechzehn Unsterbliche.Lasset uns betenPatienten wir undSie Herr Doktorfür soviel Hoffnung SehnsuchtLiebe und Frustverdrehtes.Mein Gottdu Christenheiterbarme dich ihrerdeiner wie ihresgleichenin Trotzdemgedanken.Was soll sonstder Singsangvom Herzen Jesu?
(1978)
UNTERDRÜCKTESVon Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.(1980)
UNTERDRÜCKTESVon Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.(1980)
UNTERDRÜCKTES
Von Liebe war nicht die Redewo es ging um sieum die Brücke von Mund zu Mundvon Kopf zu Herzvon Herz zu Kopfvon Lied zu Liedvon Glied zu Gliedden spielend gespannten Körperaus zweieneinsturzbedrohtdurch Kirchen-Staats-Bomben.Statt singen das Lied überm Landwurde verhandeltob wir uns nützennicht ob wir stützeneiner des anderen kühnengemeinsamen Bau.
(1980)
ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGENWas helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)
ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGENWas helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)
ALLEIN DEN WORTEN KANN ES NOCH GELINGEN
Was helfen aber Wortewo Waffen sprechen?Sie sprechen auch schweigendnach Männerart:Wehe – sonst knallt’s!Drohschweigen Totschweigendazwischen die Inflation von Wörternum nicht zu sprechen.So versteht man sich seit Jahrtausendenunter Männern.Die Worte den Weibern und KindernSchwulen Kabarettisten Reportern Poeten.
Noch stehn die Mauern„sprachlos und kaltim Winde klirren die Fahnen"über lautlosen Arsenalen.
Meine Herrenjetzt einmal aufgepasst:die Zeiten änderten sich.Allein den Worten kann es noch gelingen.An die Frontihr Wort- und Verhandlungskünstlerihr vertrauensdurstigen Softiesan die sanfte Frontihr Poeten!Rettet uns aus dem waffenklirrenden Schweigen.
Führt die gewaltsamen Messermit der Genauigkeit ihrer jüngsten Raketenund unserer ältesten Träume.
(Bonn, am 22. November 1983,Abschluss der Nachrüstungsdebatte)
STEPPENWOLFIn ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.(1986)
STEPPENWOLFIn ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.(1986)
STEPPENWOLF
In ihren Lesebüchern steht:Bitterarm war der Poetein Nichtsnutz derweilfiebernd beschäftigtallgemein zu bereichern.Belächelt war er bis zum Sterbenund jener Denker spann für siedarüberhinaus.
Sie schwärmen vom grausamenim Nachhinein nicht wahrkaum zu fassenden Schicksal.Romantik des SteppenwolfsUnter einverständigen BürgernUnd merkwürdig kalt bleiben siewenn einer lebendig unter sie trittdie Zähne schüchtern verbergendunterm verbindlichen Lächeln.
Immer dasselbesagen sich beide Seitenüberall immer der Menschund meinen dasselbebis zum Verreckennicht.
(1986)
WAHLTAGDeutschland wählt heuteCDU, SPD und dergleichen.Ich wähledas bessere Deutschlanddas grüne Glück dasherüberschimmertvorleuchtet irrlichtert oderwie immermich heimsuchtunter Geisterstimmenerregend heimlichein neues Du.(1987)
WAHLTAGDeutschland wählt heuteCDU, SPD und dergleichen.Ich wähledas bessere Deutschlanddas grüne Glück dasherüberschimmertvorleuchtet irrlichtert oderwie immermich heimsuchtunter Geisterstimmenerregend heimlichein neues Du.(1987)
WAHLTAG
Deutschland wählt heute
CDU, SPD und dergleichen.
Ich wähle
das bessere Deutschland
das grüne Glück das
herüberschimmert
vorleuchtet irrlichtert oder
wie immer
mich heimsucht
unter Geisterstimmen
erregend heimlich
ein neues Du.
(1987)
VOR DER WARTBURGIn derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?(1988)
VOR DER WARTBURGIn derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?(1988)
VOR DER WARTBURG
In derselben Warteburgwie Meister Luther sitz ichund kann nicht andersals wartendass auch mir ein Gott helfeAmenund sich selbst helfegegen Kaiser und Päpstegegen Gift und Schwertgegen geschändete Bibel und Grundgesetze.
Triumphkreuz des Burgturmsblaues Fahnentuch mit Europas Sternenehren die deutschen Meister kaum.Schwarz-Rot-Gold scheint vergessen.Auf der Sängerwiese herrscht was für Stille?Verdruckstes Sehnen brütetdass Sein Reich doch noch kommeund allen zum Recht verhelfedie Mammon und Lüge verschlangenoder in die Warteburg zwangen -für wie lange nochMeister der Meister?
(1988)
AUFS ALTE JAHRTAUSENDDie Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.(1999)
AUFS ALTE JAHRTAUSENDDie Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.(1999)
AUFS ALTE JAHRTAUSEND
Die Stelle des Übergangs ins neue Jahrtausendbleibt auch noch zu finden.
Der Worte sind genug gewechseltIm schwindsüchtigen Jahrtausend.Wir ersticken in Feuilletonssüßem Datenbrei schriftlich wie bildlichsorgfältig auf den neuesten Stand gebrachtenmodedesignten Jahrtausendlügen.Zuviel bezahlte Schönrednergegen allen Verdacht von Widersinn.
Ein paar redliche Scharfsinnsucherhoffnungslose Idealistenhalten das Arme-und-Reiche-das Macht-und-Ohnmachts-Spiel nicht mehr anmit der versagenden Kraftihrer nackten Gedanken und blanken Wut.
Da muss jemand kommender handeltein Meister aber in Großformat diesmalaber ganz von innenaber mitten aus unserem heulenden Elendund schwach noch erinnerter Sehnsucht.
(1999)
AM PLATZE SEINWünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.(2006)
AM PLATZE SEINWünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.(2006)
AM PLATZE SEIN
Wünsch mir nur dies:am Platze zu seinwo ich hingehöre jeweilsund zu der Zeitwo es not tut.Da liegen die Worte all zungenbereitdie Gesten machen zum Zeichen michganz und von alleinob auf zentraler Demooder im Tête-à-têteimmer in jedem Fall konspirativ.
Wünsch dir nicht minderdieselbe Instinktgnadeda zu sein an Ort und Zeit:ganz inkarniert.Dort ist eswo wir uns sicher treffenund sei es von den entferntesten Orten der Weltunberechenbar regelmäßigin aller Freiheitim geistbewehten Zuhauseimmer in jedem Fall konspirativ.
(2006)
Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.(2007)
Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.(2007)
Verteidigung des Wolfes gegen die Lämmeranlässlich seiner Enzyklika über die Liebe (2007)
seht in den spiegel: feig,scheuend die mühsal der wahrheit,dem lernen abgeneigt, das denkenüberantwortend den wölfen,der nasenring euer teuerster schmuck,(Hans-Magnus Enzensberger,Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer.)
Kritisiere uns keiner den Papst.Ist er ein Deutscher doch jetzt.Hier kritisiert man zwölf Jahre Barbarei.Das ist für Jahrhunderte Vorwand genugum Jahrtausende Repression zu vergessenin Sachen Liebesoziale Gerechtigkeit und dergleichenvom Geschlecht ganz zu schweigen.Die Beichtstühle gegen Selbstbefriedigungvor allem gegen sie und den zur Zeugung unnötigen Verkehrgeschweige unehelichenwurden stillschweigend geschleift.Die diskreteste sexuelle Revolution aller Zeitenohne den klerikalen Missbrauch zu ändern.
Die Hexen wurden inzwischen als typisch deutschund nur vom weltlichen Arm gemartert erkannt.So die evangelische Amtshilfe aus Berlin.Die Inquisition wenn es je eine gabwar im Grunde ganz deutschwie sich jetzt endlich zeigt.Ließ der letzte Inquisitor dochalles blutige Werkzeug ausdrücklich fallen undwurde zum deutschen Papst.
Er bewies sogar Mut zum Diskursmit dem deutschen Scharlatan Haberfrust.Ihm wies der päpstliche Musikantden möglichen Weg aus religiöser Unmusikalität.Unmusikalisch oder päpstlichist hiermit die Alternativeund diese sich abstoßenden Weltmächteziehn sich prächtig ergänzend anverständnisinnig auf Machtbasis.
Kritisiere uns keiner den deutschen Papstim Namen von Aufklärung Gerechtigkeit LiebeAbschaffung von Privilegien garim besten Konfessionsstaatden es je gab auf deutschem Bodenseit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.Was war das auch gegen die heute noch blühendeunfehlbare Rechthaberei global?Heiliges Römisches Reich deutscherAnti-Befreiungs-Theologie.Das stellt selbst das Kapital in den Schatten.Betrifft diese Geld-Weltkrake dochbloß indirekt das Heilige selbst.Hier aber geht es direttissime um Herrschaftüber Gewissen und Seelenheilund unser aller Sehnsucht.
Lass deine hyperkritischen Hirnfingerdoch wenigstens dies eine Mal untenvor dieser einzig noch heiligen Herrschaftund nenne diese nur diese eine nichtHeuchelei und unfehlbare Rechthabereiwo sie doch so schönso wunderschön kenntnisverdrängendalles selbsterzeugte Leid verleugnendgeschichtsvergessen beanspruchtden immer schon schnurgeraden Kursder sonst uns allen so mühsam verschlungenender ausgebeuteten Liebe der Menschenmit ihren Ängsten Opfern Wirrenmit ihrem heiligenauch von päpstlichen Schreibenganz unausrottbaren Sehnen.
(2007)
MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.(2012)
MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.(2012)
MEIN SCHWARZWEIßROTGOLDENES KLAVIER(während es erstmals für mich gestimmt wird)
(Vgl. Mein Klavier in Themenkreis 1)
Altehrwürdiges neues KlavierJahrhunderte altes Europa in Gusseisen Holzund hundertzehn Jahre deutscher Hauptstadt darin.Hof-Piano-Forte mit OberdämpfungDämpfung durch Obrigkeit.Überstrichen wurde das Feierschwarzaus Kaisers Zeitenmit sinnlichem Hippie-Altrotaber schludrig aufgetragen.Was hast du überstandenmein neuer Spielgefährte!
Hauptsache du kommst neu zum Klingennach den kolossalen Wechselfällennach tiefgefrorenen Unterständenmöge alle Verstimmung vorübergehenmöge Deutschland nicht scheiternseine Musen trotz alledem nicht erlahmenmöge ich spielen lernen auf dir fastwie auf der geliebten Sprachedie über diesem Landimmer noch heiligt und feiertimmer noch als ein großes Lied.
Spielen auf dem Schwarz-Weißder Tastengedankenauf angegrautem Elfenbeinweißzwischen Schwarz und Rotherausspielen wiederauf dem ehrwürdigen Körperdeutscher Geschichtemit ungelenken Fingernmit fast ermüdeter Stimmedas unaussprechliche Gold.Singen vom längst nicht erschöpften Ermüdenvon einem Seelengeheimnisdas die Meister uns mögen enthüllen.
(2012)
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