Prof. Dr. Johannes HeinrichsIntegrale PhilosophieProf. Dr. Johannes HeinrichsIntegrale Philosophie

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Suche:1. Öfters tritt dein Spiegelbild vor dic2. Da ist die Liebe wieder3. Immerabschied4. Gott spricht die Sprache der Tatsache5. Dein Weinen über der Morgenzeitung6. Gern such ich den Stein de WeisenLiterarisches/ 3. ImmerabschiedABSCHIEDS-WIEDERSEHENIch muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.(1967)EINEN SCHRITT WEITERWir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.(1972)HERBSTNEBEL FIELHerbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.(1972)KLAGEDie Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?(1972)KLOPFEN AN WÄNDEDas Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.(1972)VORERST WEITERSTOLPERNFahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …(1972)IMMERABSCHIED„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?(1973)ABSCHIED SCHÖNBRUNNKäuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.Das Immeramanfangstehen.Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.(1975)GETRENNTIch liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.(1976)SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBENUn être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.(1978)ANKUNFTAuch Ankunft gibt’sdann und wann.Noch nicht bei mirauf den Odysseendoch heute wie gesternbei dir.(1980)KASSIBERMehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.(1980)VIELLEICHTVielleicht musste seindass wir uns gleich wieder trennten?Vielleicht aber nicht?Weißt du es besser als ich?Dass wir das Dunkel banntenIn Augenblicken nach MitternachtMusste wohl einmal sein.(1983)SICH TRAUENSie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.(1986)UND DENKE DEM TRAUME NACH„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.(1987)VERWIRRUNG DER GEFÜHLEEine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mirund eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.(1987)WER IN DIE FREMDE WILL WANDERNWer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!(1988)Seite empfehlen•Inhaltsübersicht•Impressum

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  5. Gott spricht die Sprache der Tatsache

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Literarisches/ 3. ImmerabschiedABSCHIEDS-WIEDERSEHENIch muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.(1967)EINEN SCHRITT WEITERWir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.(1972)HERBSTNEBEL FIELHerbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.(1972)KLAGEDie Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?(1972)KLOPFEN AN WÄNDEDas Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.(1972)VORERST WEITERSTOLPERNFahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …(1972)IMMERABSCHIED„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?(1973)ABSCHIED SCHÖNBRUNNKäuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.Das Immeramanfangstehen.Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.(1975)GETRENNTIch liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.(1976)SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBENUn être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.(1978)ANKUNFTAuch Ankunft gibt’sdann und wann.Noch nicht bei mirauf den Odysseendoch heute wie gesternbei dir.(1980)KASSIBERMehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.(1980)VIELLEICHTVielleicht musste seindass wir uns gleich wieder trennten?Vielleicht aber nicht?Weißt du es besser als ich?Dass wir das Dunkel banntenIn Augenblicken nach MitternachtMusste wohl einmal sein.(1983)SICH TRAUENSie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.(1986)UND DENKE DEM TRAUME NACH„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.(1987)VERWIRRUNG DER GEFÜHLEEine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mirund eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.(1987)WER IN DIE FREMDE WILL WANDERNWer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!(1988)

Literarisches/ 3. ImmerabschiedABSCHIEDS-WIEDERSEHENIch muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.(1967)EINEN SCHRITT WEITERWir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.(1972)HERBSTNEBEL FIELHerbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.(1972)KLAGEDie Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?(1972)KLOPFEN AN WÄNDEDas Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.(1972)VORERST WEITERSTOLPERNFahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …(1972)IMMERABSCHIED„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?(1973)ABSCHIED SCHÖNBRUNNKäuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.Das Immeramanfangstehen.Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.(1975)GETRENNTIch liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.(1976)SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBENUn être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.(1978)ANKUNFTAuch Ankunft gibt’sdann und wann.Noch nicht bei mirauf den Odysseendoch heute wie gesternbei dir.(1980)KASSIBERMehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.(1980)VIELLEICHTVielleicht musste seindass wir uns gleich wieder trennten?Vielleicht aber nicht?Weißt du es besser als ich?Dass wir das Dunkel banntenIn Augenblicken nach MitternachtMusste wohl einmal sein.(1983)SICH TRAUENSie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.(1986)UND DENKE DEM TRAUME NACH„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.(1987)VERWIRRUNG DER GEFÜHLEEine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mirund eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.(1987)WER IN DIE FREMDE WILL WANDERNWer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!(1988)

Literarisches/ 3. ImmerabschiedABSCHIEDS-WIEDERSEHENIch muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.(1967)EINEN SCHRITT WEITERWir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.(1972)HERBSTNEBEL FIELHerbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.(1972)KLAGEDie Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?(1972)KLOPFEN AN WÄNDEDas Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.(1972)VORERST WEITERSTOLPERNFahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …(1972)IMMERABSCHIED„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?(1973)ABSCHIED SCHÖNBRUNNKäuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.Das Immeramanfangstehen.Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.(1975)GETRENNTIch liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.(1976)SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBENUn être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.(1978)ANKUNFTAuch Ankunft gibt’sdann und wann.Noch nicht bei mirauf den Odysseendoch heute wie gesternbei dir.(1980)KASSIBERMehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.(1980)VIELLEICHTVielleicht musste seindass wir uns gleich wieder trennten?Vielleicht aber nicht?Weißt du es besser als ich?Dass wir das Dunkel banntenIn Augenblicken nach MitternachtMusste wohl einmal sein.(1983)SICH TRAUENSie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.(1986)UND DENKE DEM TRAUME NACH„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.(1987)VERWIRRUNG DER GEFÜHLEEine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mirund eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.(1987)WER IN DIE FREMDE WILL WANDERNWer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!(1988)

Literarisches/ 3. Immerabschied

Literarisches

ABSCHIEDS-WIEDERSEHENIch muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.(1967)

ABSCHIEDS-WIEDERSEHENIch muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.(1967)

ABSCHIEDS-WIEDERSEHEN

Ich muss noch einmal zu dir kommenUm dir Adieu zu sagen.Der erste Abschied war uns nicht gelungenwir konnten nicht verstehen.

Seh ich dich wieder – tief benommenvon den uralten Kampfestagenwo wir um Licht und Wegsamkeit gerungenund Kraft zum Weitergehn.

Sag welche Hand einander uns genommenwer steuerte durchs Abendrot den Wagenund jemand hat das Gloria dazu gesungen?Ich seh noch alle Sonnen untergehn.

Ich muss noch einmal zu dir kommennach hundert langen Tagenund bin bei diesem Wiedersehnvon Abschied machtbezwungen.

(1967)

EINEN SCHRITT WEITERWir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.(1972)

EINEN SCHRITT WEITERWir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.(1972)

EINEN SCHRITT WEITER

Wir werden uns nicht vielzu sagen vermögen.Aber wir müssen uns wiedersehn.Wir werden dann noch fragenwarum.

Erst beim Abschiedwerden wir’s wieder wissen.

Einen Schritt sind wir weiterwenn wir das vorhersehenund nicht vergessendass wir uns viel zu sagen haben.

(1972)

HERBSTNEBEL FIELHerbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.(1972)

HERBSTNEBEL FIELHerbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.(1972)

HERBSTNEBEL FIEL

Herbstnebel fielin unseren Sonnenparkübers vielfarbene Geheimnisdie einmal gemeinsamen Wege.Wo Worte im Kreisensich wiederfandenund Blickespielen die Hasen Vergessen.Gut könnte Hoffnung gedeihenviel erbetene Fruchtwäre der Abschied nichtleichtsinnig mitten in unswäre nicht nächtens die Zweifelssaatunbewachtauf gärenden Boden gefallen.

(1972)

KLAGEDie Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?(1972)

KLAGEDie Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?(1972)

KLAGE

Die Herbstparkschönheittausendlichtgießendalleine schlürfen?Lieber sich selbst zutrinkenüberm Weinglasworin Tränen sich sammeln.Auf Wiesenmatten aberzerrinnen siewie Nichtswie meine Gebete im Hainzwischen den Farbengeschenkenund Hilferufe verhallenunter dem freundlich glatten Himmelmit Sphinxgesicht.Warum hast du mich verlassen?Und Gott du?

(1972)

KLOPFEN AN WÄNDEDas Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.(1972)

KLOPFEN AN WÄNDEDas Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.(1972)

KLOPFEN AN WÄNDE

Das Ungesagteaus Schuld oder Schicksalüberfällt jetzt wie immer auchnach den Stunden.Immer nachherscheint das Willkommen und AbschiednehmenGefängnisbesuchvon Zelle zu Zelleund anhebtein Klopfen an Wändedass noch ein Wort entstündedas Ungesprocheneganz.

(1972)

VORERST WEITERSTOLPERNFahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …(1972)

VORERST WEITERSTOLPERNFahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …(1972)

VORERST WEITERSTOLPERN

Fahren wohin ich nicht willrücklings zum Zugeden Blick auf Stundendie unsere waren und ewigund Zukunft versprachen.

Vorerst weiter stolpernvon Augenblick zu Augenblickvon Dunkel zu Helle zu Dunkel …

(1972)

IMMERABSCHIED„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?(1973)

IMMERABSCHIED„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?(1973)

IMMERABSCHIED

„So leben wir und nehmen immer Abschied.“(R.M. Rilke, Achte  Duineser Elegie)

Wieder Abschied -werd ich ihn lernen je oder du?Viel Nähe lebte und starbin welche Weite hinein?

Dass wir sterblichbleibt mir das Schwerste zu leben.Das Brückenbauen und -brechenBrückenbrechen wohin?

Mein Stirb-und-werde-Lied.Dass ich seiner Rhythmen mächtigund seines hohen Atems sicherer würdeblieb soviel Trauer darin?

(1973)

ABSCHIED SCHÖNBRUNNKäuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.Das Immeramanfangstehen.Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.(1975)

ABSCHIED SCHÖNBRUNNKäuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.Das Immeramanfangstehen.Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.(1975)

ABSCHIED SCHÖNBRUNN

Käuze schreien die Nacht.Am schönen Brunnenstirbt jemand.Zwei sind’sund unsere Freundschaftdie bittersüß langgereiftebis zur Vollendungbis wir am Endedie Worte fandendass wir es nicht vermögen.

Das Immeramanfangstehen.

Tief ruht der Brunnenund schweigtwinterlang.

(1975)

GETRENNTIch liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.(1976)

GETRENNTIch liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.(1976)

GETRENNT

Ich liebe das Herbewo es nach Sinn schmeckt.Dass du mich fortschickstals sei es Tanzdie Arme das Herz zu befreienzu tieferem Wiederfinden.

Die Prachtstadt im Herbstschöntuend fremd gewordennach einem einzigen Sommer.Mit fallenden Blätternnass unter Alltagshastenden Abschied tausendfach sterben.

Die Blätter heimlich wechselndmit dir eine Hoffnung bewahren.Einladen alles was trenntund Unzertrennlichkeit spüren.In Filmen noch spult das Wissen mitvom Ganzen Ungewissen.

Das Zittern bei allemund deines nicht spüren:ob wir uns nicht überhebenund ob das Herbe noch Sinn schmeckt.

(1976)

SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBENUn être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.(1978)

SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBENUn être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.(1978)

SONNTAGSNACHMITTAGSSTERBEN

Un être me manque, et le monde m’est dépeuplé.(Ein Wesen fehlt, und die Welt ist mir entvölkert.)

Die Wunde geliebter MenschJahre altWill nicht heilen.Nicht Kurorte Wechselbädersamt Liebesbalsambringen Vergessenoder die Heilungdich.Den Sonntagnachmittagsterbe ich unter Stadtgewitternbei Kaffee und Kuchen und unter Musikweiß wie du halb weißtund gleichsinnig sehnstweiß nicht den Virus zu nennender fasziniert undfad macht.Aber weiß wie ein TodgeweihterDer unendlich zu schaffenIrgend die Kräfte sammelt.

(1978)

ANKUNFTAuch Ankunft gibt’sdann und wann.Noch nicht bei mirauf den Odysseendoch heute wie gesternbei dir.(1980)

ANKUNFTAuch Ankunft gibt’sdann und wann.Noch nicht bei mirauf den Odysseendoch heute wie gesternbei dir.(1980)

ANKUNFT

Auch Ankunft gibt’s

dann und wann.

Noch nicht bei mir

auf den Odysseen

doch heute wie gestern

bei dir.

(1980)

KASSIBERMehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.(1980)

KASSIBERMehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.(1980)

KASSIBER

Mehr noch auf Reisenschlepp ich die Sehnsuchtmit mir herumals meinen VerräterHenker und Foltersknecht.

Du weißt sie nurwenn du sie hast.Du hast sie nurwenn du sie weißtin deinem fremden Daheim.

(1980)

VIELLEICHTVielleicht musste seindass wir uns gleich wieder trennten?Vielleicht aber nicht?Weißt du es besser als ich?Dass wir das Dunkel banntenIn Augenblicken nach MitternachtMusste wohl einmal sein.(1983)

VIELLEICHTVielleicht musste seindass wir uns gleich wieder trennten?Vielleicht aber nicht?Weißt du es besser als ich?Dass wir das Dunkel banntenIn Augenblicken nach MitternachtMusste wohl einmal sein.(1983)

VIELLEICHT

Vielleicht musste sein

dass wir uns gleich wieder trennten?

Vielleicht aber nicht?

Weißt du es besser als ich?

Dass wir das Dunkel bannten

In Augenblicken nach Mitternacht

Musste wohl einmal sein.

(1983)

SICH TRAUENSie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.(1986)

SICH TRAUENSie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.(1986)

SICH TRAUEN

Sie trauen sichin kirchlichem Glanz.Wir trauen unsWeltlichoder auch nicht.

Gute Gründe haben wirallzu viele undnie genug.Sie reichen kaumuns wirklich zu trauenund auseinanderzugehen.

(1986)

UND DENKE DEM TRAUME NACH„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.(1987)

UND DENKE DEM TRAUME NACH„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.(1987)

UND DENKE DEM TRAUME NACH

„Nun sitz ich hier alleine/ Und denke dem Traume nach."(W. Müller/F. Schubert)

Ich lebe mit dirin meiner Erinnerung.ich liebe dichin meiner Erinnerung.Ich tolle mit unseren Lieblingenin meiner Erinnerung.Ich streichle dein Haar Geliebtein meiner Erinnerungfrischeglänzend sehe ich esüber den buntwollenen Mantel fallenwie du schaukelnd zum Markt stakstin meiner Erinnerung.Ich lerne reiten auf deinem Pferdund wir lernen ein junges anbis wir zu zweit wettgaloppierenverjüngendes frisches Erlebenin meiner Erinnerung.

Neuerdings lebe ich aufin Erinnerungen mit dirseit du fort bistGott sein Dank endlichdu Hexe!Irgendwann griff neidischein Todesgeist einzuerst beim Lieblingstierwie verhextdann an unseren Wortenund nun Auflebenin Erinnerung an ein Lebenund eine Fee.

Scheinbar geht’s lebend weitermit nicht geringerer Hoffnungund freierem Geist mag seindoch ohne die Fee und die Tieremit brandneuen Koffernvon frischer Erinnerung volleines Traumreisendender trauerarbeitendsie lange noch umpacktbrandvoll von Erinnerung.

(1987)

VERWIRRUNG DER GEFÜHLEEine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mirund eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.(1987)

VERWIRRUNG DER GEFÜHLEEine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mirund eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.(1987)

VERWIRRUNG DER GEFÜHLE

Eine lockt mich.Eine lock ich.Eine liebt michdie fehlt auch mir

und eine vergesse ich nienicht so bald nach dem Scheiterndie wartet bestimmtauf ich weiß nicht worauf.

Mein Glück weiß ichnicht zu wählenaber das Unglück habe ichso lässig im Griffwie es mich.Und es drängt allemal.

(1987)

WER IN DIE FREMDE WILL WANDERNWer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!(1988)

WER IN DIE FREMDE WILL WANDERNWer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!(1988)

WER IN DIE FREMDE WILL WANDERN

Wer in die Fremde will wandern,Der muss mit der Liebsten gehn.(J.v. Eichendorff)

Heimweh?Nie gekannt.Seitdem ich dich kenneund du zurückbliebstkenn ich auch das.

Fremdsein?Nie von Dauer.Seit wir vertraut sindtrau ich die Heimischen nicht mehr zu bitten:Nehmt mich als einen von euch.

Glück?Ich glaubte daransolang ich es suchte.Seit ich den Saum berührteden Schatten spürterückten tausend Straßen dazwischen.Und wenn uns sonst nichts trennt -welch ein Glück!

(1988)

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